Das Internet wurde im Mittelalter von Gott erschaffen!

Zum “Safer Internet Day” habe ich mit zwei Volksschulkindern geplauscht: Was ist denn eigentlich das Internet, wer hat es gemacht und was kann man damit tun? Eines wissen die Kids ganz genau: Katzenvideos, Spiele und die Familie finden sie im Netz. Und Strom.

So stellen sich Kinder das Internet vor

Meine Rabaukentochter und ihre Freundin am Nachmittag bei uns zu Hause, sie wollen Youtube-Videos anschauen, nachdem fleißig gebastelt wurde: Lady Gaga und Andreas Bourani sind schwer angesagt, die Mädels in Tanz-Stimmung. „Du musst nur ins Internet gehen, Mama, dort findest du die Lieder!“

„Das Internet – ja was ist denn das genau?“ frage ich dich beiden Mädchen und bitte sie zu einem Interview. Sie fühlen sich wie Rockstars, als ich ihnen das Mikro unter die Nase halte.

So beschreiben Kinder das Internet:

  • Das Internet besteht aus vielen bunten Strichen und aus dem, woraus Computer und Handys gemacht sind. Und aus Strom plus Sendern.
  • Man kann Spiele spielen, (Katzen)Videos schauen, mit Freunden chatten, dort telefonieren, nach dem Weg gucken, ach es ist einfach praktisch.
  • Es wurde entweder von Gott oder irgendwann im Mittelalter von Menschen, die gerne spielen erfunden.
  • Im Internet gibt es Mama, Papa, Oma und Opa und die Freunde
  • Man sollte nicht alles anklicken, weil das ist vielleicht schon sofort etwas gekauft, das ist eine Regel und daher gibt es dort auch böse Dinge
  • Deswegen braucht es eine App, die piept, wenn ein böser Mensch chatten oder anrufen möchte
  • Das Internet ist so toll, jedes Kind wünscht sich Internet auf dem Handy

Süß, wie die Volksschülerinnen ganz in ihrer Welt und auf sich bezogen die Sachlage analysieren. Es zeigt, dass sie im digitalen Leben auf keinen Fall alleine gelassen werden dürfen. Aber auch wie viel wir Erwachsenen von dieser natürlichen Unbefangenheit übernehmen könnten.

Gemeinsam easy Medienkompetenz leben

Online und offline ist viel vorhanden, worauf wir Eltern zurückgreifen können, wenn wir Unterstützung in Sachen Medienerziehung benötigen:

Wenn die Kids cyber-mündig sind und kritisch und kreativ an den Content herangehen braucht es keine Kinderschutz-Software. Und ich muss auch nicht Youtube verbannen, denke ich mir und wippe mit den Füßen, während die Girls nun jauchzend zu den Klängen aus den Laptop-Lautsprechern zappeln.

Und höre mich wie eine Mutter an, die mit ihrem ersten Kind schwanger ist und sich sooo viel vornimmt, was sie bestimmt vorbildlich und perfekt machen wird….. 

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