Das Internet wurde im Mittelalter von Gott erschaffen!

Zum “Safer Internet Day 2017”, der heuer am 07. Februar stattgefunden hat, habe ich mit zwei Volksschulkindern geplauscht:

Was ist denn eigentlich das Internet, wer hat es gemacht und was kann man damit tun?

Eines wissen die Kids ganz genau: Katzenvideos, Spiele, Mama, Papa, Oma, sowie Opa finden sie im Netz. Und Strom.

 

 

 


So stellen sich Kinder das Internet vor:


 

Meine Rabaukentochter und ihre Freundin am Nachmittag bei uns zu Hause, sie wollen Youtube-Videos anschauen, nachdem fleißig gebastelt wurde: Lady Gaga und Andreas Bourani sind schwer angesagt, die Mädels in Tanz-Stimmung. „Du musst nur ins Internet gehen, Mama, dort findest du die Lieder!“

 

Jaja, das Internet: Bis jetzt ist meine Tochter nicht sonderlich interessiert daran gewesen:

Spiele zockt sie am Nintendo, Musik hört das Schulkind am MP3-Player, DVDs und Kinderprogramm reichten. Aber seit ein paar Monaten möchte sie öfters etwas auf Youtube anschauen. „Da gibt es alles!“

 

Aber ohne Schreib- und Lesefähigkeiten braucht es die Mama neben dem Computer:

Ätsch! Daher sind wir den Weg ins World Wide Web noch nicht gegangen. Wie gesagt, bis jetzt. Denn nun, in der zweiten Klasse Volksschule, ist sie durchaus in der Lage, selbst zu lesen und zu tippen. Klicken.

 

Also nehme ich diesen Moment zur Gelegenheit, das Thema vorbehaltlos mit ihr zu beleuchten.

Darüber nachzudenken. Bevor wir den ganzen Mist mit Werbung und Internetregeln durchmachen müssen. Wir uns streiten werden, welche Seiten sie besuchen darf. Denn Youtube ist im Kinderschutzmodus von Windows gesperrt.

 

„Das Internet – ja was ist denn das genau?“ frage ich dich beiden Mädchen und bitte sie zu einem Interview.

Sie fühlen sich wie Rockstars, als ich ihnen das Mikro unter die Nase halte.

 

 

 


So beschreiben die beiden Zweitklässlerinnen das Internet:


 

  • Das Internet besteht aus vielen bunten Strichen und aus dem, woraus Computer und Handys gemacht sind. Und aus Strom plus Sendern.
  • Man kann Spiele spielen, (Katzen)Videos schauen, mit Freunden chatten, dort telefonieren, nach dem Weg gucken, ach es ist einfach praktisch.
  • Es wurde entweder von Gott oder irgendwann im Mittelalter von Menschen, die gerne spielen erfunden.
  • Im Internet gibt es Mama, Papa, Oma und Opa und die Freunde
  • Man sollte nicht alles anklicken, weil das ist vielleicht schon sofort etwas gekauft, das ist eine Regel und daher gibt es wahrscheinlich auch böse Dinge im Internet
  • Deswegen braucht es eine App, die piept, wenn ein böser Mensch chatten oder anrufen möchte
  • Das Internet ist so toll, jedes Kind wünscht sich Internet auf dem Handy

 

Süß, wie die Mädchen ganz in ihrer Welt, auf sich bezogen analysieren.

Es zeigt, dass sie im digitalen Leben auf keinen Fall alleine gelassen werden dürfen, aber auch wie viel wir Erwachsenen von ihrer natürlichen Unbefangenheit übernehmen sollten.

 

 

 


Gemeinsam easy Medienkompetenz leben:


 

Es ist viel vorhanden im Netzt, worauf wir Eltern zurückgreifen können, wenn wir Unterstützung in Sachen Medienerziehung benötigen:

 

  • Kindersuchmaschinen
  • Geprüfte und moderierte Kinderseiten für ein sicheres Surfen
  • Kindersicherungen für Browser, Smartphone und Apps
  • Ratgeber und Institutionen für Eltern, Kinder und Pädagogen über Medien, Datenschutz uvm.
  • Komische Mütter, die über Medienerziehung bloggen und sich austauschen möchten

 

All diese Links und Likes sammle ich wie ein Eichhörnchen im Herbst – schau dich mal auf www.digitalparents.at um oder schwenke direkt zur Linksammlung:

 

Medienerziehung Links und Likes für Eltern

Medienkompetenz Links und Likes für Kinder

 

Auch im Rahmen des Safer Internet Days 2017 gibt es zahlreiche Aktivitäten für Eltern und Kinder:

https://www.saferinternet.at/saferinternetday/aktivitaeten/

 

Wenn die Kids cyber-mündig sind und kritisch und kreativ an den Content herangehen braucht es keine Kinderschutz-Software.

Und ich muss auch nicht Youtube verbannen, denke ich mir und wippe mit den Füßen, während die Girls nun jauchzend zu den Klängen aus den Laptop-Lautsprechern zappeln.

 

 

Im Gegenteil: In einer Youtube-Playliste sammle ich gerade Erklärvideos für Kinder.

Davon gibt es jede Menge, was Medienerziehung anbetrifft. Von Institutionen, Pädagogen, Kinderformaten im TV.

Und wenn die Rabaukentochter von nun an Videos streamen möchte, gibt es ein paar Happen Brainfood dazu.

Step by Step, Channel by Channel werde ich es machen, ist mein Beschluss. Und höre mich wie eine Mutter an, die mit ihrem ersten Kind schwanger ist und sich sooo viel vornimmt, was sie bestimmt vorbildlich und perfekt machen wird…..

 

Vergiss nicht, Digitalparents auf Facebook zu liken wenn dir der Beitrag gefallen hat - Mama needs you!

 

 


Erklärvideos für Kinder zum Thema Medienkompetenz:


 

Anerkannte Organisationen erklären Medien für Kinder:

In dieser Youtube-Playlist habe ich Videomaterial für Kinder über Internet, Werbung, Datenschutz, Social Media etc. gesammelt. Klick mal rein und schau ob etwas für dich und deinem Familie dabei ist!

Youtube-Playliste: Kindern Medien erklären

 

 


Digitale Eltern: Bleiben wir in Verbindung:


 

Wie sind deine Erfahrungen in der Familie? Wer hat denn jetzt das Internet gebaut?

Frag mal bei deinem Kind nach: “Aus was ist das Internet gemacht und wer hat es eigentlich erfunden?” Es kommen tolle und witzige Antworten dabei raus – auch sehr intelligente! Welche hast du bekommen? Hier unten ist gaaanz viel Platz für Kommentare 😉

 

 


DIY Kreative Medienerziehung – mehr Beiträge:


 

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