Ice Age 5: Du wirst nicht glauben, was uns im Kino passiert ist!

Als wir ins Kino getigert sind, um “Ice Age 5 – Kollision voraus” anzuschauen, konnte ich mich kaum auf den Film konzentrieren. Zu sehr wollte ich immer wieder auf die Personen blicken, die in der Reihe vor uns saßen: Ein Kino-Klischee zum Anfassen!

 

Ice Age 5 – Kollision oder Apokalypse?


Die Reservierung hätte ich mir sparen können. Die Rabaukentochter, ihre Freundin und ich saßen alleine im großen Saal, letzte Reihe, Mitte. Alleine! Und so etwas in Wien, im Apollo! Man merkte, die Sommerferien waren da. Ich ließ die Kids die Schuhe ausziehen und herumschauen, Schattenspiele vor dem Projektor-Fenster machen, unter die Sitze lugen. Toll, so einen ganzen Kinosaal für sich zu haben!

Doch gerade bei der ersten Szene, öffnete sich die schwere Kinoüre noch einmal und fünf Erwachsene betraten den abgedunkelten, riesigen Raum. Sie huschten leise die zwölf Reihen hinauf. Zwei Männer, immer wieder sehr vertraut tuschelnd und kichernd, daneben eine ältere Dame, mindestens über sechzig Jahre und als Letzter ein Mann mit Schirmkappe, Kordhose und Stoffsackerl, nahmen genau vor uns Platz. Der Film begann, meine Aufmerksamkeit gehörte der Leinwand.

Der Plot von Ice Age – Kollision voraus: Not so hot!

Die Herde musste die Welt retten: Zusammen mit Oma Faultier und dem unverkennbaren Sid, Säbelzahntiger Diego, dessen Gefährtin Shira und natürlich Crash und Eddie, den beiden Opossumbrüdern. Die Handlung deutete an, kein kreatives Meisterstück zu werden. Obwohl solide animiert, machte alles irgendwie einen bemühten Eindruck. Die Gags wirkten flach und die Sequenzen mit dem Säbelzahn-Eichhörnchen passten meiner Meinung nach kaum zur Handlung. Das Ende der Eiszeit schien erreicht, nach fünf Teilen nicht weiter verwunderlich. Nur die Faultier-Oma brachte mich zum Lachen: Eine fluchende, unzerstörbare Frau, etwas senil und aggressiv, leicht schwerhörig und naughty.

Ich schielte auf die ältere Dame, in der Reihe vor uns. Ob sie wohl von dem Rollenbild hier im Film gekränkt wurde? Sie fixierte gebannt die Leinwand, lächelte.
 

Ein bunter Trip: Schräge Vögel und ein Yogi-Lama


Der exzentrische Dakotaraptor Roger ließ mich zu den beiden, eng nebeneinander sitzenden Männer lugen. Das Shangri-Lama trug zwar keine Bio-Tragetasche, wie der Mann in der Kordhose vor mir, aber ich kam nicht umhin, eine Assoziation zu ziehen.

Die vier Menschen auf den Sitzplätzen vor uns erfüllten irgendwie die Ice-Age Rolemodels: Die ältere Dame mit Oma Faultier, der individuelle Roger und das flüsternde Pärchen, der leicht alternde Hippi und das Lama: Dieser Film brachte mich dazu, in ähnlichen Mustern zu denken.

Jetzt fand ich die Handlung noch uninteressanter. Froh, endlich die letzten Szenen des Eichhörnchens, vielleicht für immer verschollen in diesem ominösen Raumschiff, überstanden zu haben, trotteten wir drei Mädels aus dem Kino hinaus. “Na, wie hat euch der Film gefallen?”

Dann fielen mir die einzigen anderen Zuschauer ein. Die hätte ich befragen sollen! Ihre Meinung wäre interessant, genau hier! Es ist nicht alltäglich, dass ein homosexuelles Pärchen, eine Pensionistin und ein Hippie GEMEINSAM einen Animationsfilm für Kinder anschauen.

Liebe Kinobesucher, die sich angesprochen gefühlt haben: Bitte meldet euch bei mir. Ich würde so gerne mit euch ein Gespräch über diesen Ice-Age Film führen und darüber schreiben! Ich entschuldige mich auch ganz herzlich, dass ich kurz, nur ganz kurz auch von Klischees überrollt wurde! Durchs Reden kommen die Leut zamm!

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Quellenangaben: Bilder entnommen von: 

https://moviesanywhere.com/movie/ice-age

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