Kinderbuch-App “Die Brille”: Wimmelbilder, Aquarell und Jazz

Die magische Brille entführt den kleinen Max in eine verrückte Abenteuerwelt, welche Spieler interaktiv mitgestalten.

Perfekt für Erstleser und zur Freude der Eltern ohne neongrelle Hipster-Comics und nerviges Hintergrund-Gedudel.

Meine Räubertochter und ich haben das digitale Kinderbuch für dich ausgetestet:

Weshalb wir die App mit verdienten 8,5 von 10 möglichen Punkten bewerten, plus die wichtigsten Infos in aller Kürze gibt es jetzt!

 

 

 


Kinderbuch-App die Brille: Darum wollten wir sie ausprobieren


 

Ja gut – meine Tablet-Leidenschaft hält sich als ehemalige PC-Gamerin in Grenzen, das hat sich herumgesprochen. Nichtsdestotrotz besteht meine Kleine darauf, am Handy oder Ipad etwas spielen zu dürfen.

Und da ich sie nicht ihr Leben lang davor fernhalten kann, gibt es manchmal Wisch-Apps bei uns.

Eine sehr liebevoll und ruhig gestaltete App zur Förderung der Lesekompetenz von Kindern ist die Kinderbuchapp „Die Brille“.

Und weil meine Tochter ja eine Brille trägt, passt das digitale Wimmelbuch gleich doppelt in unseren Haushalt.

 

 


Die interaktive Geschichte und die Fakten


 

„Die Brille“ ist im Dezember 2015 erschienen und eine Koproduktion zwischen der „Luftlinie Produktion“ und „Gentle Troll Entertainment“.

Das Außergewöhnliche: Zur Finanzierung von Sprechern, Musikern und Übersetzern wurde die Crowdfunding-Plattform „Startnext“ genutzt.

 

 

Details zur App im Überblick:

 

Max, ein kleiner Junge, findet eine magische Brille und entdeckt, in neun abwechslungsreichen Szenen mit über 100 Animationen, was sich um ihn herum verändert, wenn er durch diese blickt: Es gibt Blumenbeete aus Lutschern, Wolkenkratzer werden zu Dominosteinen.

Handgefertigte Aquarelle, tolle Jazz-Musik und Soundeffekte machen die App zu einem Erlebnis.

 

STORYTELLING-01Hier gibt es die Original-Illustrationen der Kinderbuchapp für dich!

 

Die Erzählung kann selbst geschmökert werden, oder du lässt sie dir vorlesen. Ebenfalls eine Option: Sprache auf Englisch wechseln und nebenbei Englisch lernen.

Erhältlich ist die App für Android sowie iOS und kostet 2,99 Euro, geeignet für Kinder zwischen 3-7 Jahren, Texthervorhebung unterstützt Erstleser.

 

 


Das sagt DIGITALPARENTS-Mama Kathi zur App:


 

„Kind, mach den Ton aus!“ „Bitte etwas leiser, ich werde da sonst noch verrückt!“

Welche Mutter kennt diese Sätze nicht, wenn es sich um elektronisches Kinderspielzeug handelt: Drückt man eine Taste, dann tutet, quietscht, blökt und jodelt es in einer Intensität und Frequenz, dass das Trommelfell zittert.

Aber den Kids gefällt es. Leider. Und immer dies selben Phrasen: „Gut gemacht! Weiter so! Versuch es noch einmal!“ Ahh!

Vom Baby-Quietsch-Kuscheltier bis hin zum Tablet: Kinderspielzeug-Sounddesigner sind Sadisten, die sich hinter samtweichen Stimmen verstecken!

 

 

Welch eine Wohltat also, Jazz-Musik aus dem Kinderzimmer zu hören!

 

Ich lugte ab und zu hinein und fand ein kicherndes Mädchen vor, das nicht bei jedem zweiten Klick Hilfe brauchte, weil sie das Level kompliziert oder langweilig fand, etwas nicht zu lesen vermochte. Sondern der Rabauke wischte, schon über fünfzehn Minute ganz vertieft, über den Screen.

Meinem Nachwuchs bereitete die App sichtlich Spaß: Die Animationen schienen wie Wimmelbilder, auf denen es zig Dinge zu erforschen gab.

Es brauchte kaum Erklärung, sie verstand das Schema intuitiv und ließ sich richtig auf die Geschichte ein, insbesondere, als sich Max’ Mutter in ein feuerspeiendes Monster verwandelte, während diese ihren Sohn schalt, weil er sein Zimmer aufräumen sollte.

„Hahaha, so schaust du auch aus wenn du schimpfst!“ meinte sie frech zu mir.

 

 


Das denkt die angehende Zweitklässlerin über „Die Brille“:


 

Dieses Mamamonster-Animation hatte es meiner Tochter angetan. Außerdem mochte sie besonders einen Mann, der aus dem Kofferraum eines Autos sprang und Trompete spielte, das Zimmer von Max und Menschen, die plötzlich sangen, tanzten musizierten.

Schnell wurde auch von ihr herausgefunden, dass man auf mehrere Gegenstände gleichzeitig drücken konnte, was sich ziemlich lustig anhörte.

Ebenfalls entdeckte die Kleine immer wieder neue Items und Menschen, die im ersten Durchlauf von ihr übersehen worden waren.

 

 

Das Mädchen hatte kein Problem damit, dass Max ein Junge war, sie fand ihn cool, weil er diese Zauberbrille besaß und man mit ihm spannende Abenteuer erleben durfte.

„Meine Brille wäre violett und über und über mit Diamanten besetzt, die blau und lila funkeln“, beschrieb sie ihre ganz persönliche magische Brille.

 

 


Vorteil und Nachteil: Der Preis


 

Leider zögern viele beim Stöbern im App-Store, wenn man zahlen muss.

Ich bin genau so und kaufe mir fast nie Apps, sondern lade die kostenlosen Varianten herunter. Was man dabei vergisst, ist dass dann ständig zusätzlich In-App-Käufe angeboten werden oder Werbung darin vorkommt.

Möchte man die Kids davor bewahren und vor allem qualitativ hochwertige und kinderfreundliche Spiele nutzen, dürfen auch mal 3 Euro investiert werden, denke ich.

 

 


Fanfare: Die Punktevergabe:


 

Zusammengefasst schneidet die App sehr gut ab, meine Tochter und ich geben 8,5 von 10 möglichen Punkten.

 

Von mir als Mutter bekommt die App 4,5 Punkte von 5 möglichen Punkten

 

Ich fand den Sound und auch die Aquarell-Illustrationen sowie auch die Animationen sehr sympathisch. Die Geschichte lässt viel Raum, um fortgesetzt oder noch mehr ausgebaut zu werden.

Sie ist, trotz den interaktiven Möglichkeiten, linear und verständlich für Kinder aufgearbeitet.

Mir persönlich fehlen weitere Protagonisten (z.B. ein Mädchen wegen Gender) und leider ist die Geschichte schnell zuende gespielt, obwohl man auch beim zweiten und dritten Durchgang Neues entdeckt. Daher gibt es einen mini-mini halben Punkt Abzug. Alles in Allem aber eine gehaltvolle App, pädagogisch wertvoll und animiert die Kids, auch während den Sommerferien zum Lesen.

 

 

Meinte Tochter vergibt 4 von 5 möglichen Punkten

 

Die Perspektive der Kinder ist etwas anders: Jazzmusik und Aquarellfarben waren nicht unbedingt das Highlight für die Schülerin, viel mehr die lustigen Geräusche und Animationen, die einfach zu begreifende Handlung und Bedienung mit Happy End und das Wimmelbuch-Feeling.

Ihr fehlte ein längeres Intro, um sich besser in die Geschichte hinein zu versetzen und Passagen, die auch mal Pause von der Interaktivität machen lassen. Daher zog sie einen Punkt ab. (Sie hatte allerdings auch übersehen, dass man das Spiel über den START-Button und über die STADTKARTE beginnen kann – da hätte es auch auch längeres Intro gegeben.

Mir das Handy retour reichen, als wir über die App sprachen und sie die Geschichte noch einmal durchklickte, wollte sie aber auch nicht so schnell…. Und das ist definitiv ein Kompliment an die Hersteller 😉

 

Sehr ausführlich, aber wenn schon denn schon: Ich hoffe unser Test hat dir gefallen!

Hast du selbst eine App-Empfehlung oder möchtest ein Game vorstellen – bzw. du berichtest auf deinem eigenen Blog schon etwas Ähnliches: Ich würde mich über weitere Tipps und Vernetzung sehr freuen! 

 

 

Alle weiteren Informationen, sowie KIKA-Video und Downloads gibt es bei: http://www.brillenabenteuer.de/

logo brille

 

 


Mehr zum Thema App gibt es hier: 


 

SMARTPHONE-01Wish-Competence und Wisch-Kompetenz

 

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