Mein Kind goes Smartphone: Das Handymonster

Noch bleibt das Handymonster daheim: Als die Kleine und ich zu ihrer Großmutter fuhren, haben wir das Kindersmartphone eingepackt und schwuppdiwupp war das ganze Guthaben aufgebraucht.

Die Rabaukentochter konnte das Oma-W-LAN nicht abwarten. Im Auto trotz intensiver Aufklärung ihr Prepaid-Datenvolumen aufgebraucht.

Daraus haben wir beide gelernt und seitdem darf das Handy die Wohnung nicht verlassen, bis auf Weiteres.

Außerdem musste ich feststellen, dass ein Kindersmartphone noch andere Monsterseiten mit sich bringt.

 

 

 


Das Handymonster


 

Das Smartphone ist zu einer Art TV-Ersatz geworden:

Obwohl wir eingeschränkte Handy/Bildschirmzeiten haben, kommt mir vor, dass das Smartphone-Starren auf Dauer nicht gut für die Augen und den Rücken sein kann. Vielleicht ist das Tablet doch eine Alternative.

 

Gute Inhalte auf Youtube sind schnell aufgebraucht:

Die ersten zwei Monate überstanden wir easy mit zusammengestellten Youtube-Playlists und ausgewählten Kinderkanälen. Aber irgendwann hatte die Rabaukentochter alle Videos gesehen Und es ist anstrengend, ihr ständig gute und coole Inhalte vorzuschlagen. Tja, jetzt  liebt sie diese „Spielzeugratgeber“. Es ist passiert.

 

Seltsame Video-Präferenzen:

Das finde ich. Zur Zeit guckt die Kleine am liebsten einen Mutter-Kind Blog, bei welchem die 6-jährige Tochter ihre Spielzeugpuppe pflegt, während die Mutter das ohne Pause kommentiert. Ich animierte meine Tochter, sie könne doch ebenfalls ihre hunderttausend Puppensachen rausholen und damit spielen (das tut sie nämlich nie, Puppen interessieren sie nicht so sehr), ihre Antwort: „Ja aber ich habe keine Badewanne und kein Puppenhandtuch und so einen Schaum und genau den einen Wickeltisch!“

 

Allgegenwärtige Geburtstagswunschliste:

Und mindestens einmal pro Woche tappt die Volksschülerin zu mir, vorzugsweise während einer Werbepause: „Also, ich wünsche mir ganz sicher diesen Vogel, der aus dem Ei schlüpft, zum Geburtstag! Nicht vergessen! Und die essbaren Seifenblasen!“

 

Meine Tochter ist sehr präpotent:

Erklärungen, Hinweise und Beispiele zum Thema Schleichwerbung wimmelt sie ab, meistens mit den Worten „Ja Mama, das ist eh klar, das weiß ich!“ Irgendwann rutscht man automatisch in diese Prediger-Rolle und dann ist es vorbei mit Medienerziehung auf Augenhöhe. Als ich es einmal schaffte, dass sie mir zuhörte und ihr etwas von bezahlten Produkttestern erzählte, wackelte die Kleine trotzdem ordentlich mit den Ohren: „Ja, aber die zeigen doch auch wie sie einkaufen gehen, Mama….“, sie unterbrach sich selbst, schaute mich an: „Oh!“

 

Mein Konsens:

Hab noch keinen. Muss entweder besser im Erziehen werden, oder ein Tablet mit Zugang zu einem gewissen Streaming-Anbieter besorgen. Was das Passiv-Schauen betrifft. Denn darauf hat meine Tochter ein Recht, ist meine Meinung. Wir Erwachsenen konsumieren ja auch nicht die ganze Zeit Nachrichten und Arte-Dokumentationen. Und dann muss ich hier halt mehr aktive Zeit bieten. Mehr am Familiencomputer, als Alternative.

Weil ganz zurückziehen kann ich das Internet jetzt nicht mehr. Die Kleine ist drinnen.

 

Hat da jemand Tipps und Tricks für mich? Bitte her damit 🙂

 

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