Mein Kind goes Smartphone: Warum einige Elterntipps falsch sind!

Medienpädagogen raten Eltern, dass Kids erst ab neun Jahren ein eigenen Smartphone besitzen sollten. Darauf dürfen die Jüngsten anfangs höchstens eine halbe Stunde am Tag spielen, aber bitte kein Youtube benutzen.

Warum wir auf diese drei Ratschläge gepfiffen haben und ich finde, dass meine Tochter trotzdem richtig mit Handy & Co umgehen lernt: Realistisch bleiben und Playlists verwenden!

 

 

 


Das Internet passiert auch ohne Mama und Papa!


 

Die meisten Kinder im Alter der Rabaukentochter besitzen längst ein Handy. Daher bettelte auch die Kleine seit Monaten nach einem eigenen Smartphone. Aber ich blieb hart. Und gab ihr auch nie mein eigenes Handy zum Spielen. Sie durfte ja eh schon recht viel fernsehen, da verzichtete ich gerne auf einen zusätzlichen Bildschirm.

Doch ein aufschlussreiches Gespräch mit meiner Achtjährigen öffnete mir die Augen: Es ging um den neusten Song der Beautypalace-Bloggerin Bibi, das Worte „Duckface“ und wie erstaunlich zielsicher die Kleine dabei am PC navigierte.

Ich hinterfragte meine Bequemlichkeit und besorgte ein Smartphone für mein Kind:

Denn es war für mich als Mutter einfach gewesen, ausgewählte DVDs, das Kinderprogramm, den Nintendo zu erklären und mit dem Kind zu verwalten. Nicht aber die Inhalte des Worldwideweb, geschweige denn, wie das Internet ins Handy kommt.

 

 

 


Kurze Handyzeiten: Zu stressig für Eltern und Kind!


 

Der nächste Reality-Check packte mich, als ich darüber nachdachte, wie lange das Mädchen ihr Handy benutzen durfte.

Laut Medienpädagogen wirkt sich eine Bildschirmzeit von mehr als einer halben Stunde am Tag negativ auf Volksschulkinder aus. Ja. Macht Sinn. Und welche Familien halten sich daran? Außerdem zählt der Inhalt!

Warum meine Tochter ihr Smartphone länger verwenden darf:

  • Anfangs braucht das Kind mehr Zeit, um sich mit dem Handy vertraut zu machen
  • Eintippen und die Tastatur verwenden dauert bei Kindern viel länger
  • Kinder fragen viel nach, überlegen und wählen genau aus, was sie sehen möchten: Das Zeitbudget würde für Nachdenken und Suchen weg gehen
  • Die Zeit am Smartphone teilt sich auf mehrere Tätigkeiten auf: Musikhören ist ein großer Part davon und das unterstütze ich
  • Ausgewählte Playlists, Apps und Channels, sowie klare Regeln gewährleisten auch gehaltvolle Inhalte
  • Freie Zeiteinteilung, auf  maximal 7 Wochenstunden ausgelegt: Das Kind sollte gegebenenfalls auch selbst entscheiden, bzw. bei schönem Wetter animiert werden, keinen Gedanken an Smartphonezeit zu verschwenden
  • Zeitbudget frei verwalten als positive Bestärkung: Pflichten werden erfüllt bzw. zusätzlich im Haushalt geholfen (Ohja, ich habe Beweisfotos!)

 

 

 


Youtube ist schlecht für die Jüngsten: So ein Blödsinn!


 

Youtube ist superbeliebt unter den Kids und ersetzt schon mal Suchmaschinen. Kaum hielt die Rabaukentochter ihr eigenes Handy in den Fingern, zählte nur noch, dass sie darauf Youtube-Videos schauen durfte. Wie enttäuscht wäre sie gewesen, wenn ich ihr diese App verboten hätte!

 

Youtube bietet gehaltvolle Inhalte und ist unter Aufsicht auch für Kids geeignet:

 

Es gibt spezielle Channels von und für Kinder: Abonniert diese

Damit es dir weniger Aufwand bereitet, habe ich bereits einige Youtube-Playlists für Kinder zusammengestellt und auch Kinder-Channels gesammelt:

Klicke auf das Bild, um zur Linksammlung zu gelangen!

 

 

Youtube-Einstellungen beachten: Werbung einschränken

In den Voreinstellungen gibt es außerdem die Möglichkeit, den „eingeschränkten Modus“ zu aktivieren. Dieser verhindert, dass unangebrachte Werbungen oder Videos vorgeschlagen werden, natürlich nicht zu 100 Prozent sicher, aber ein Feature.

 

Am Anfang begleiten: Wo ist was in der Youtube App zu finden

Ich habe meiner Kleinen gezeigt, wo sie meine Playlisten findet und wie sie zu den abonnierten Kanälen kommt. Ich bin mit ihr außerdem durchgegangen, an welche vier einfachen Smartphone-Regeln sie sich halten muss. (Aber davon später einmal ausführlich) Dann konnte sie relativ alleine navigieren.

 

Wie sieht es bei euch zu Hause aus? Auf welche Ratschläge habt ihr so gepfiffen?

 

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