Gruppensex und Kundendienst: MEINE ROBLOX MEILENSTEINE!

Gruppensex und Kundendienst: MEINE ROBLOX MEILENSTEINE!

Eigentlich wollte ich mich bei Theodora bedanken, einer Mitarbeiterin im Kundendienst von Roblox. Sie hat die digitale Welt meiner Tochter gerettet. Aber dann entdeckte ich Videos von vergewaltigten Legofiguren. Das ließ mich Bauklötze staunen.

Das verschollene Roblox-Konto

Das Schicksal verpasste meiner Tochter eine Roblox-Sperre in der vierten Quarantänewoche. Der übliche Vorgang „Passwort vergessen“ funktionierte nicht, denn die Schülerin hatte keine E-Mailadresse im Profil hinterlegt. Viele Monate Spielzeit und zwanzig Euro investiertes Taschengeld gingen mit dem Konto einher. Ihr viereckiges Universum lag unerreichbar hinter der Login-Seite. „Mama, alles ist verloren! Da komme ich nie wieder rein!“ Ich verstand, weshalb die Kleine einige Minuten heulte (“World of Warcraft”- Rückblick einer betagten Nachtelfe). Und schickte dem Kundenservice eine rührende Nachricht. „Kind, ich regel das! Alles wird gut.“

Hilfe bei Roblox-Problemen

Ich irrte. Eine Dame namens Theodora war die Heldin. „Verifizieren Sie sich als ProfilinhaberIn mit der ersten eingelösten Spielekarte.“ Wer bitte hebt seine freigerubbelten Gutscheine auf? „Wir besitzen die nicht mehr“, lautete meine verzweifelte Antwort. Doch die Tochter fand einen WhatsApp-Verlauf, in dem stand, wann und mit welcher Freundin sie gespielt hatte. Die Informationen stellten Theodora zufrieden. Sie setze das Passwort zurück und meinen Nachwuchs glücklich vor den Laptop.

Voller Dankbarkeit begann ich mit einem Lob über Roblox, das bei Kindern unter 13 Jahren sehr beliebt ist (50 Millionen SpielerInnen pro Monat). Von den NutzerInnen selbst programmierte Erweiterungen wie „Roblox Piggy“ feiern großen Erfolg. Das „Social-Engineering“ und die Zusammenarbeit mit der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ beruhigte mich als Mutter. „In Gegenwart solcher Vorteile müssen die Nachteile geringfügig ausfallen“, dachte ich. Leider fand ich einige Leichen in den Roblox-Kellern, kein schöner Anblick!

Roblox-Hacker und Gruppensex

Anfang Mai 2020 verschaffte sich ein Hacker Zugriff auf die Kundendaten von Roblox. Er wollte die E-Mailadresse eines populären Spielers abgreifen (Quelle und Stellungnahme von Roblox: derstandard.at). Tiefer in die Vergangenheit gescrollt, fand ich einen schlimmeren Vorfall: „Zwei Männer missbrauchten den Avatar meiner Tochter. Und ließen sie mit dem Gesicht nach unten liegen“, beschrieb die Mutter den Albtraum aller Eltern (Quelle: Techcrunch.com). Wie entsetzlich! Welche Menschen empfanden es als witzig, die Spielfiguren von kleinen Kindern zum Sex zu zwingen? Ich verfeinerte meine Suche mit einschlägigen Wörtern.

Ein Roblox-Video sagt meine tausend Worte

Auf Instagram stapelten sich unter dem Eintrag #robloxporn über 60.000 Beiträge und bei den #robloxmemes wartete nicht nur Jugendfreies aus der Bauklotzwelt. Aber Youtube stellte alles in den Schatten. Ein Video zeigte, wie ein Hacker mehrere SpielerInnen sexuell belästigte und auch die Reaktion der Opfer (Teenager). Darauf hin passierte mir das Abscheulichste: ich lachte. Schallend. Der Anblick von überrumpelten Legomännchen und die digitale Distanz brachten mich hemmungslos zum Kichern.

Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=AETZSv2YRik

Als ich meine grauenhafte Handlung bemerkt hatte, bat ich meine Tochter vor den Clip und zeigte ihr ein paar Stellen. Sie grinste ebenfalls. Plötzlich war das Video überhaupt nicht mehr lustig. „Was tust du, wenn dir das passiert?“ Ich predigte panisch von Pädophilen und deren Taktiken. Es entstand ein langes Gespräch. „Denk an einen dicken, alten Mann, wenn du dir unsicher bist, mit wem du chattest.“ Die Tochter lief angewidert aus dem Zimmer. „Mama, du bist schlimmer als das Video!“

Dabei wollte ich mich doch bloß bei Theodora bedanken….

Kennst du das Video? Was sagst du dazu? 

(Bild: Quelle)

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